Segelsaison 2025

Hier gibt es alles rund um die Segelsaison 2025!

- Überführungstörn
- Männerwochenende
- Familienwochenende
- Erste Segelversuche

Überführungstörn von Sloten nach Oosterzee

Am 12.04.2025 haben wir das Boot von Sloten nach Oosterzee überführt. Dabei unterstützt und begleitet hat mich mein Papa und somit war es ein durch und durch gelungener Törn.

Letzte Vorbereitungen

Die letzten Vorbereitungen für das vorerst letzte Ablegen in Sloten wurden getroffen. Wir haben vorsichtshalber das Vorsegel angeschlagen, obwohl wir eigentlich nicht vorhaben zu segeln. Allerdings wäre es nicht das erste Mal, dass uns der Motor im Stich lässt. Also, Segel betriebesbereit gemacht und Anker stets bereit zum fallen lassen.

Los geht´s

Das Ablegen hat schonmal funktioniert.  Dank meiner lieben Frau konnten dann auch solche schönen Bilder von Land aus gemacht werden. Leider hat uns nur niemand gesagt, dass die Badeleiter halb ausgeklappt durch das Wasser gezogen wird 🙈.
Die Fender hatten wir die ganze Fahrt draußen, da wir noch ein kleines bisschen unsicher mit dem Boot sind. 

Follega ärgert uns

Der Weg bis zur Follega-Brücke hat ganz gut geklappt und auch der Motor hat wunderbar durchgehalten. Nur der Wind war dann doch, anstatt den vorhergesagten 2-3 bft, eher bei 4-5 bft. 
Dann kam die Brücke bei Follega. Wir dachten, dass diese irgendwann von alleine öffnet und haben ein paar Runden vor der Brücke gedreht. Bis uns ein Angler am Ufer darauf hingewiesen hat, dass man einen Knopf drücken muss um die Brücke öffnen zu lassen (Vorbereitung ist alles, habe mich natürlich vorher nicht informiert).
Um an diesen Knopf zu gelangen musste man längsseits anlegen, was dann leider erst bei dem zweiten Anlauf geklappt hat. Dann waren wir endlich bei dem Knopf und haben gerade die Heckleine fest und schwupps, die Brücke geht auf ohne das Irgendjemand den Knopf gedrückt hat 😒. Die Durchfahrt hat dann aber entspannt funktioniert.

Heimathafen

Nach ungefähr 2,5 h Fahrt bei relativ viel Wind sind wir dann im neuen Heimathafen Oosterzee-Gietersebrug angekommen. Auch hier haben wir wieder zwei Versuche zum Anlegen gebraucht. Die Box wurde im ersten Versuch super angefahren, nur dann wurde der luvseitige Dalben mit der Heckleine verfehlt. Dann ging es relativ schnell, dass das Boot quer in mehreren Boxen stand. Es kam alles zusammen, Wind von Steuerbord, keine Hilfsleinen in den Boxen gespannt und keine anderen Boote in den Nachbarboxen. Also war es binnen kürzester Zeit sehr einfach, quer in den Boxen zu stehen 😩. Das Drehen im Hafen und somit erneutes Anlegen waren natürlich auch nicht einfach so möglich, da das Boot mit dem weit nach Achtern stehenden Aussenborder einen Wendekreis eines LKW hat. Also einmal wieder aus dem Hafen raus und alles von vorn. Beim zweiten Mal hat dann aber alles gut geklappt. Und das wichtigste: Alle sind unverletzt und Materialschaden gab es auch keinen. Naja, wir üben ja noch 💪.

Männerwochenende

Am 01. Mai habe ich mir meinen Sohn für ein Männerwochenende am Boot geschnappt. Wir haben uns, neben ein paar Arbeiten am Boot, richtig schöne Tage gemacht.


Beschäftigung als Erstes

Kurz nach der Ankunft musste als aller Erstes die Angel rausgeholt werden, noch bevor ich schauen durfte, ob alles am Boot in Ordnung ist. Naja, solange das Angeln Spaß macht, konnte ich in Ruhe alles nachschauen und die Sachen verstauen.

Beschäftigung Teil 2

Als nächstes musste dann das Beiboot aufgepumpt und zu Wasser gelassen werden. Den Motor haben wir nicht auf Anhieb ans Laufen bekommen, daher musste erst einmal gepaddelt werden (mit Leinenverbindung zum Boot natürlich!)

Abkühlung gefällig?

Da wir leider unsere Badesachen zu Hause gelassen haben 🙄, musste eine Abkühlung auf diesem Wege reichen. 

Ausfahrt mit Beiboot

Als wir dann den Motor ans Laufen bekommen haben, ging die erste Ausfahrt zur Marchjepolle, die nächstgelegene Insel. Hier kann man gefühlt 100m vom Strand aus ins Wasser laufen, ohne dass es wirklich tiefer wird.

Zweite Ausfahrt, selber Ort

Beim ersten Ausflug zu der Insel haben wir mit dem Boot am Steg festgemacht. Dann hat mein Sohn gesehen, dass man mit dem Schlauchboot bis an den Strand fahren kann. Da blieb uns nichts anderes übrig, als das am nächsten Tag genauso zu machen.

Zurück im Hafen 

In Lemmer musste dann noch unbedingt eine Badehose gekauft werden, da wir unsere ja vergessen hatten. Also schwupp, Badehose gekauft, angezogen, Rettungsweste an und ab ins Hafenbecken.....oder auch nicht. Doch zu kalt 🥴.

Hallo liebe Zuckmücke

Dank des guten Wetters und dem wenigen Wind am Morgen gab es an diesem Wochenende eine Menge von den Zuckmücken (auch Ijsselmeerfliege) genannt. Ich denke, diese dürfte den meisten Friesland- oder Ijsselmeerurlaubern bekannt sein. Dieses WE war es aber wirklich extrem, so dass die frisch geschlüpften Mücken es sogar über Nacht zu Hunderten ins Bootsinnere geschafft haben, trotz geschlossener Luken.

Tschüss Oosterzee

Ein wunderschönes Wochenende geht zu Ende. Wir freuen uns schon aufs nächste Mal.

"Beschissener" Abschluss

Jetzt wundert mich auch nicht, warum ausgerechnet dieser eine Parkplatz noch frei war.

Familienwochenende

Von Christi Himmelfahrt bis zum Samstagabend ging es mit der Familie nach Oosterzee zum Boot. Seit etwas längerem mal wieder zu Viert an Bord, wo alles ein bisschen spartanisch und eng zugeht, aber dann doch irgendwie klappt. Die üblichen Basteleien habe ich diesmal sein lassen, da der Versuch der Installation von der Wasserversorgung an Bord direkt scheiterte. Also Beiboot aufgepustet,  Angel ausgepackt, zum Strandtag nach Lemmer ......... sprich, Zeit mit den Liebsten genießen.
(Weitere Bilder in der Galerie)

Oude Haven Oosterzee

An Christi Himmelfahrt sind wir erst spät in Oosterzee angekommen. So sieht man dann auch mal die schöne Beleuchtung des alten Hafens.

Lemmer

Bei gutem Wetter war es in Lemmer dann auch mal wieder picke packe voll. Gemütlich einen Platz zum Kaffeetrinken finden war dann leider unmöglich. Somit wurden dann alle Besorgungen gemacht.

Marchjepôlle

Bei dem wunderbaren Wetter am Samstag durfte dann ein Besuch auf der Insel "Marchjepôlle" im Tjeukemeer nicht fehlen.  Auszeit am Strand mit Abkühlung. Als wir am frühen Nachmittag wieder zurück nach Oosterzee gefahren sind, war hier auf der Insel kein Bootsliegeplatz mehr frei.

Strand Lemmer

Nachmittags ging es dann noch zum Strand nach Lemmer. Wir waren erstaunt, dass unsere Kinder bei den Wasser-temperaturen tatsächlich ins Wasser gegangen und dann auch noch ca. 1,5 Stunden drin geblieben sind.  Baden geht hier besser als auf der Marchjepôlle, da es im Tjeukemeer aktuell eine Warnung bezüglich Blaualgen gibt.
Zum Abschluss dann noch ein leckeres Eis vom Eiswagen am Strand.

Erste Segelversuche

Am Ende der Woche habe ich mir einen Tag Auszeit gegönnt, um bei wenig Wind die ersten Segelversuche zu starten. Das Wetter war perfekt, wenn auch ein bisschen heiß. Es  hat alles in allem gut geklappt und es sind noch ein paar verbesserungswürdige Dinge aufgefallen. Dazu gehört z.B., dass die Leinen des Großsegels und die Leinen der Dirk ins Cockpit geführt werden müssen, da diese aktuell vom Mast aus bedient werden und es schwierig ist am Mast zu hantieren, wenn man allein unterwegs ist. Damit komme ich auch direkt zum zweiten Punkt. Es muss ein Pinnenpilot oder alternativ eine Arretierung für die Pinne her, da es unmöglich ist, immer eine Hand an der Pinne zu haben, wenn andere Arbeiten unterwegs anfallen. Ein paar andere Kleinigkeiten sind noch Handy-/Tablethalterung, neue Leinen, Halterung Kompass, Solarpanel.....
Arbeit ist genug da, aber dazu demnächst mehr. 

Ankunft

Am Donnerstagabend bin ich relativ spät am Boot angekommen und habe direkt meine Sachen im Boot verstaut. Die Freude war groß, als ich bemerkte, dass der Bagger endlich aus dem Hafen entfernt wurde. Dieser war direkt hinter unserem Boot festgemacht. Dementsprechend sieht der Sonnenuntergang aus dem Cockpit schon viele schöner aus.

Deko

Matilda² hat ein bisschen Deko, unter anderem eine Lichterkette im Cockpit, verpasst bekommen. Eigentlich eine schöne Idee und es sieht auch gemütlich aus. Nach ein paar Minuten hörte es sich aus dem Inneren des Bootes so an, als ob es regnet. Also schnell nachgeschaut. Es war wie erwartet kein Regen, sondern ungefähr 4 Milliarden Zuckmücken, die die Lichterkette genau so schön fanden wie ich. 🧐
Also, Lichterkette wieder aus und ab ins Bett.

Segeln

Das Wetter war perfekt: Sonne, wenig Wind und morgens noch nicht zu heiß. Somit wurden schon früh die Leinen los geworfen und es ging los auf das Tjeukemeer. Als ich aus dem Hafen raus war wurde der Bug in den Wind gedreht und ich konnte das Großsegel und später das Vorsegel setzen. Eine ganz schöne Tortur, wenn man allein ist und die Leinen am Mast bedienen muss. Es wurden etliche Segeleinstellungen ausprobiert und Manöver gefahren. Alles soweit erfolgreich und es hat Riesenspaß gemacht. Am frühen Nachmittag ist der Wind dann aber komplett eingeschlafen.

Ganzetippe

Weil der Wind weg war habe ich mich dazu entschieden, an der Insel "Ganzetippe" anzulegen und was zu essen. Habe mir die Insel ein bisschen angeschaut und dann in Ruhe was gegessen und ein bisschen im Cockpit gechillt. Dann ging es leider schon wieder zurück zum Hafen. Ans reine Segeln war wegen dem wenigen Wind leider nicht mehr zu denken und der Motor musste ein bisschen mithelfen.

Reisetipp: Wer die Möglichkeit hat, mit dem Boot auf dem Tjeukemeer oder generell in Friesland unterwegs sein zu können, dem kann ich die drei Inseln auf dem Tjeukemeer empfehlen. Hier ist es immer wieder wunderschön und man kann bis zu drei Tage übernachten. Zum Übernachten bitte die Marrekrite durch den Kauf der Marrekriteflagge unterstützen! Die Marrekrite kümmern sich um die Pflege der verschiedenen Anlegeplätze und können sich nur über den Kauf der Flaggen und durch Spenden über Wasser halten. Wenn man am Wochenende bei schönem Wetter auf die Inseln kommen möchte muss man allerdings sehr früh sein. Hier ist es immer voll!